Arm und ausgegrenzt?

Armut - ist uns nicht egal!

Armut in Österreich. Gibt es die überhaupt?
Die traurige Antwort: JA!
 
1,2 Mio. Menschen in Österreich sind von Armut betroffen oder armutsgefährdet. Das sind 14,1% der Bevölkerung in Österreich.
 
Menschen, die sich aufgrund von geringem oder fehlendem Einkommen kein nahrhaftes Essen oder keine neue Kleidung leisten können, die im Winter ihre Wohnungen nicht heizen oder sich dringend benötigte Dinge einfach nicht kaufen können.
 
Armut zeigt sich auf sehr unterschiedliche Weise. Und sie hat viele Gesichter: Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche, PensionistInnen, Familien mit Kindern, AlleinerzieherInnen, InländerInnen, AusländerInnen - Armut kann jede/n treffen!
 
Zahlen zu Armut:
 
  • Rund 400.000 Menschen leben in Österreich in Armut.
  • Weitere 800.000 Menschen sind akut armutsgefährdet.
Insgesamt sind somit 1,2 Millionen Menschen in Österreich von Armut betroffen oder armutsgefährdet. Männer, Frauen und erschreckend oft auch Kinder und Jugendliche, für die ein leerer Kühlschrank häufig Realität ist. Neben Kindern und Jugendlichen aus Ein-Eltern-Hauhalten sind vor allem Familien mit drei und mehr Kindern und Menchen mit Migrationshintergrund betroffen.
 
(Quelle: Statistik Austria / EU-SILC 2016)
 
» Was sind die Gründe für Armut in Österreich?
Eine Trennung, der Tod des Parnters, die nächste Kündigungswelle - das Leben kann rasch aus der Bahn geraten. Zunehmend mehr Menschen haben das Gefühl, von Wohlstand und Reichtum ausgeschlossen zu sein. Vielmehr haben sie das Gefühl, dass es immer enger wird, und dass sie dem Druck des Alltags nicht mehr standhalten können. ArbeiterInnen und Angestellte, PensionistInnen udn AlleinerzieherInnen. Menschen, die schon lange einen Job suchen udn keinen finden.
 
» Leben mit 8,50 Euro am Tag
Armut zeigt sich in ganz Österreich. In der Bundeshauptstadt, in Dornbirn oder Innsbruck, in Salzburg ebenso wie in Kirchdorf an der Krems oder in Knittelfeld. Ein Drittel der Menschen, die sich an die Caritas Sozialberatungsstellen wenden, hat nach Abzug der Fixkosten rund 8,50 Euro täglich pro Person zur Verfügung. Dieser Betrag muss für Essen, Kleidung oder auch für Babynahrung und Windeln reichen. 
 
» Wohnkosten steigen, Löhne sinken
Immer mehr Menschen stehen am Monatsende vor der Frage, ob sie das restliche Geld für Essen oder Heizen ausgeben sollen. Für beides reichen die Mittel nicht aus. Seit Jahren steigen die Wohnkosten, während die Reallöhne im Niedriglohnbereich sogar sinken. Familien müssen oft mehr als die Hälfte ihres Einkommens für Wohnen und Heizen ausgeben.
 
» Miete & Energierechnungen werden zum Problem
Die  Menschen kommen nicht mehr zur Caritas, um vielleicht wie früher Unterstützung für den Schulschikurs der Kinder zu erhalten. Heute geht es um Existenzielleres. Sie suchen etwa Hilfe, weil sie ihre Mieten oder Energierechnungen nicht mehr begleichen können. Insgesamt sind es mehr als 58.500 Menschen pro Jahr, die in den Sozialberatungsstellen der Caritas Unterstützung bekommen.
 
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