Arm und ausgegrenzt?

Selber schuld?

Für einige von uns ist das kaum vorstellbar, aber es gibt Menschen, die nicht genug Geld haben, um Miete, Essen oder Schulsachen zu bezahlen. „Selber schuld?“ fragen wir uns dann, statt: „Was können wir tun?“

Für einige von uns ist das kaum vorstellbar, aber es gibt Menschen, die nicht genug Geld haben, um Miete, Essen oder Schulsachen zu bezahlen. Menschen können aber nicht nur arm sein, wenn es ihnen an Geld oder einem Dach über dem Kopf mangelt. Sie können auch sozial arm sein. Denn oft kommt auch noch dazu, dass sie keine FreundInnen oder Familie haben und von anderen ausgegrenzt werden. 
 

„Selber schuld?“ fragen wir uns dann, statt: „Was können wir tun?“, um z.B. Obdachlose, Familien und Kinder in Not oder kranke Menschen zu unterstützen. Armut entsteht durch unterschiedliche Gründe. Zum Beispiel, wenn das Einkommen sehr niedrig ist, oder Krankheit dazu führt, dass man nicht mehr arbeiten kann oder hohe Kosten für Medikamente entstehen. Eine Folge von Armut kann sein, dass sich die Betroffenen aus der Gesellschaft zurückziehen, weil sie sich schämen und versuchen, alleine mit ihren Problemen zurechtzukommen. Es können sich aber auch ArbeitskollegInnen, FreundInnen  oder Familienmitglieder von den Betroffenen abwenden, weil sie nicht wissen, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Aber auch wenn Menschen Fehler gemacht haben und dadurch ihre Situation selbst verursacht haben, sollten wir sie unterstützen. Denn wir sind der Meinung, jeder Mensch hat eine zweite Chance im Leben verdient.