Heimatlos und auf der Flucht?

Fremd sein

Was wäre Österreich ohne seine MigrantInnen, Flüchtlinge und Durchreisende? Durch den Kontakt mit Menschen aus anderen Ländern wird unsere Gesellschaft vielfältiger. Interkultureller Austausch bereichert beide Seiten. Schon seit Jahrhunderten wandern Menschen nach Österreich ein und Österreicher gehen ins Ausland.

Was wäre Österreich ohne seine MigrantInnen, Flüchtlinge und Durchreisende? Gäbe es dann in Österreich Kaffee, Tomaten und Nudeln? Durch den Kontakt mit Menschen aus anderen Ländern wird unsere Gesellschaft vielfältiger. Interkultureller Austausch bereichert beide Seiten. Schon seit Jahrhunderten wandern Menschen nach Österreich ein und Österreicher gehen ins Ausland.

Viele Menschen fragen sich, wieso Menschen aus anderen Teilen der Welt zu uns kommen? In manchen Ländern herrschen Bürgerkrieg, Hungersnot oder die Menschenrechte werden nicht geachtet. So fliehen Menschen zu uns, weil sie Schutz und Hilfe suchen. Weil sie eine Zukunft für sich und ihre Familie suchen. Auf der Flucht haben viele Menschen ihre Kinder, Eltern oder andere Verwandte oder FreundInnen verloren. Sie sind auf sich allein gestellt. Der österreichische Staat unterstützt Flüchtlinge mit Geld. Nur  reicht das oft nicht einmal für Miete oder Essen.

Einige von uns haben Angst, dass uns MigrantInnen die Jobs wegnehmen. Hast du schon mal beobachtet, welche Jobs MigrantInnen oft ausführen? Oder kennst du den Satz: „Ich mag keine Ausländer, aber mein Nachbar, der Mirko, kommt aus Serbien und ist ein super Typ.?“ Wir haben oft Berührungsängste, weil uns eine andere Sprache, anderes Essen, andere Musik oder Bräuche, eine andere Religion einfach fremd sind. Es braucht manchmal nur ein bisschen Neugierde um in Kontakt mit einem Menschen aus einem anderen Land zu kommen und zu erfahren, wie es ihm geht und dass er vielleicht seine Heimat, Verwandte und FreundInnen vermisst, dass er gerne besser Deutsch verstehen würde und dass er sich wünscht, die Menschen in Österreich  würden ihm offener begegnen. Übrigens: pro Jahr kommen etwa 10.000 bis 12.000 Flüchtlinge nach Österreich. Bei einer Einwohnerzahl von 8 Millionen kann man wohl nicht davon reden, dass wir überrannt werden. Mehr als die Hälfte der Asylsuchenden darf nach Prüfung der Asylbehörden nicht in Österreich bleiben und wird abgeschoben. Und das, obwohl viele schon Jahre in Österreich verbracht haben, Kinder hier zur Schule gehen und schon besser Deutsch als ihre Ursprungssprache sprechen.