Hungrig?

Alle 12 Sekunden stirbt ein Kind an Hunger

Satt? Ja? Dann kannst du dich glücklich schätzen, denn fast eine Milliarde Menschen auf der Welt kennen dieses Gefühl gar nicht.

Satt? Ja? Dann kannst du dich glücklich schätzen, denn fast eine Milliarde Menschen auf der Welt kennen dieses Gefühl gar nicht. Jeder 7. Mensch auf der Welt hungert und alle 12 Minuten stirbt ein Kind an den Folgen von Hunger. Die Ursachen dafür sind sehr komplex und vielschichtig. Wo sollen wir anfangen?

Einerseits gibt es eine ungerechte Verteilung an Jobs, Geld und Nahrung. Viele Menschen in Entwicklungsländern können aufgrund mangelnder Jobangebote, eines fehlenden Bildungssystems oder Armut nicht in die Schule gehen und keinen Beruf ausüben. Andererseits können starke Klimaveränderungen zu Hungerkatastrophen führen. Dies war z.B. in Äthiopien der Fall. In vielen Ländern haben die Menschen auch keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, sie müssen Wasser trinken, das krank macht. Eine weitere sehr komplexe Ursache ist unser derzeitiges Finanz- und Wirtschaftssystem. Große Unternehmen können für die Preise für Grundnahrungsmittel, wie z.B. Reis, auf dem Weltmarkt beeinflussen oder es wird auf Lebensmittelpreise an der Börse gewettet  Bauern können dann von dem, was sie produzieren und verkaufen nicht leben. Die Regierungen in den betroffenen Ländern sind oft nicht stark genug, um die Menschen mit Sozialhilfeleistungen zu unterstützen, manchmal handelt es sich auch um korrupte Regierungen, die die Menschen zusätzlich ausbeuten. So oder so: die Bevölkerungen ist auf sich allein gestellt.

Bei uns ist das Bild ein anderes. Die Regale in unseren Lebensmittelläden sind voll, frisches Trinkwasser ist jederzeit aus der Leitung verfügbar. Das was wir haben, ist für uns selbstverständlich geworden. Können wir den Hunger in der Welt ein wenig reduzieren, wenn wir darauf achten, Essen nicht wegzuschmeißen oder wenn Bio- oder Fairtradeprodukte kaufen und wir versuchen, sorgsamer mit Lebensmitteln umzugehen? Ja. Denn so vielschichtig wie die Gründe für Hunger sind, so vielfältig sind auch die Möglichkeiten etwas dagegen zu tun.