brainLab MODE: Reißverschluss

brainLab Reissverschluss

Barrierefreie Mode zu designen ist das Ziel dieses brainLabs. Fünf Kleidungsstücke für Menschen mit besonderen Bedürfnissen zwischen 16 und 35 Jahren werden kreiert und produziert, von Bademode und Abendgarderobe, jeweils für Frau und Mann, bis zu einem legeren Unisex-Oberteil, das in höherer Stückzahl als Werbeobjekt für diese Initiative produziert und verkauft wird. Alle Stoffe werden mit Brailleschrift prägniert. Entscheidend ist der Ansatz der gesamten Kollektion: die Modelinie basiert auf Inklusion: es soll nicht Mode exklusiv für körperlich beeinträchtige Personen hergestellt werden, sondern wir wählen den inklusiven Weg, dh: die Mode soll von allen getragen werden können. Das Projekt wurde von Özlem Turan initiiert und findet die Unterstützung von namhaften jungen ModedesignerInnen wie Petar Petrov und Stefanie Kroihs, die zeigt, dass orthopädische Schuhe durchaus stylish sein dürfen!
Das „brainLab" sucht regelmäßig junge Menschen im Alter von 12 bis 29 Jahren, mit verschiedenen Interessen, Stärken und Fähigkeiten, die gemeinsam kreative soziale Projekte auf die Beine stellen. In regelmäßigen Abständen stellt das „brainLab“ innovative Themen vor, Ideen werden gesammelt und geclustert, Konzepte erarbeitet und das Projekt dann umgesetzt. Alle Infos zur youngCaritas actionFabrik und den brainLabs sind zu finden unter www.actionFabrik.at

Fokus auf: Özlem Turan, eine sehr engagierte junge Frau, studierte Modedesign und bemerkte, dass Mode immer nur für „Normkörper“ designt und produziert wird. Was aber, wenn jemandem ein Arm fehlt oder er/sie im Rollstuhl sitzt? Wie ändern sich die Ansprüche an die Kleidungsstücke? Wollen Menschen mit Behinderung nicht auch aktuelle, modische und individuelle Mode tragen? Sie fasste den Entschluss, Mode für körperlich beeinträchtige Personen zu designen, und zwar „inklusive“ Mode: die „Future Design“-Kollektion geht auf die Bedürfnisse ihrer Zielgruppe ein, wird jedoch nicht exklusiv für körperlich beeinträchtige Personen sondern für alle, auch „Otto Normal Bürger“ produziert. Jede/r kann die Modestücke tragen. Wichtig ist ihr und ihren Kolleginnen in diesem brainLab auch die Inklusion von blinden und sehbehinderten Menschen: alle Stoffe werden mit Brailleschrift versehen und sind selbstverständlich aus Fairtrade-Stoffen hergestellt. Zahlreiche Menschen unterstützen das Projekt, so der Modedesigner Petar Petrov, der ein Stück zu Kollektion beisteuern wird, der österreichische Staatsmeister im Rollstuhltennis und Nachwuchsportler 2014, Nico Lengmann erfuhr vom Projekt und stellt sich als Modell zur Verfügung. Stefanie Kroihs sponsert orthopädische Schuhe bei und zeigt, dass diese sehr wohl stylish sein dürfen!

Reißverschluss: weil wir uns nicht verschließen:
Jeder liebt es und tut es – das Shoppen. Wer kennt es nicht, das gute Gefühl von der neu gekauften Jeans an den Hüften. Klamotten unterstreichen unsere Persönlichkeit und verleihen uns ein selbstbewussteres Auftreten. Wenn wir jedoch nicht die passende Kleidung finden, führt dies zur allseits bekannten Frustration. Kannst du dir nun vorstellen, nie etwas Passendes zu finden? Wie würdest du dich in einer Bluse fühlen, die einen Ärmel zu viel hat, oder einer Jacke, die du einfach nicht schließen kannst? Kein so gutes Gefühl, oder? Das haben wir uns auch gedacht und hatten deshalb die herausfordernde Idee „barrierefreie Mode“ zu entwerfen. Wir wollen erreichen, dass nicht Menschen mit einer körperlichen Behinderung sich anpassen müssen, sondern ihre Umgebung, Kleidung an sie angepasst werden muss. Sie haben nämlich schon genug Hindernisse, die sie im Alltag bewältigen müssen. Der Stress sollte hier nicht schon am Morgen mit dem Anziehen der Hose beginnen. Jeder verdient es gut sitzende und aussehende Kleidung zu tragen, ganz gleich ob der Körper von der Norm abweicht oder nicht.

Das Hauptaugenmerk liegt natürlich in der Umsetzung der Entwürfe. Geplant sind fünf Kleidungsstücke, eine Abendgarderobe sowie eine Bademodenkreation für Mann und Frau, außerdem ein legeres Unisex-Oberteil, welches, in einer höheren Stückzahl, als Werbeträger für das gesamte Projekt, in den Verkauf gehen wird.

Das Projekt befasst sich mit körperlich beeinträchtigten Menschen von 16 bis 35 Jahren. Hier unterscheiden wir nicht ob Mann oder Frau. Obwohl es Kreation für beide Geschlechter geben wird, wird auch die Umsetzung eines Unisex-Stücks Teil dieses Projektes sein. Es soll in einer größeren Stückzahl produziert und verkauft werden.  Wichtig ist der Ansatz: exklusive Mode soll es nicht werden, das wäre der falsche Weg: deshalb wird Mode mit inklusivem Ansatz erzeugt: Mode die allen passt, egal ob eine Beeinträchtigung vorliegt oder nicht.

Wir danken der Firma Singer für ihr großartiges Nähmaschinensponsoring! Ebenso bedanken wir uns bei EZA für das Stoffsponsoring!

DAS BRAINLAB IST AUSGEBUCHT! ES GIBT LEIDER KEINE FREIEN PLÄTZE MEHR!

Das brainLab findet direkt in der actionFabrik statt: Heiligenstädterstr. 31, Gürtelbogen 353, 1190 Wien.