Freiwilliges Arbeiten mit Senioren - geht das?!

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Alt bedeutet nicht gleich langweilig! Meine Erfahrungen mit Senioren...

Seit November verbringe ich viele Sonntage im Zuge des Action Pools im Seniorenheim St. Barbara. Nicht weil ich etwa selbst meine Oma oder meinen Opa dort besuchen war. Nein, ich helfe dort freiwillig in der Cafeteria mit.
"Ist das nicht fad?"
"Bist du wahnsinnig? Warum verlangst du nicht Geld dafür?"
"Warum bist du nur so nett und machst das freiwillig?"
Solche Fragen hat man mir oft gestellt. Mir war das vorher gar nicht bewusst, dass manche diese Arbeit als Zeitverschwendung sehen. Ich arbeite dort sehr gerne mit, weil die Senioren alle (wirklich alle!!) sehr, sehr nett und liebevoll waren. Außerdem freuen sie sich wahnsinnig, wenn jemand mit ihnen plaudert, Karten spielt oder sie einfach bedient. Weiters wirkte die Atmosphäre und das Sein im Seniorenheim auf mich wie eine Massage - nur ich musste kein Geld ausgeben, sondern habe sogar Trinkgeld bekommen. Die Alten sind sehr relaxed, warten auf ihren Kaffee auch gerne eine halbe Stunde, wenn die Maschine noch vorheizen muss. Nichts wird mit Hektik gemacht und Lärm ist nicht erwünscht. Besucher kommen und gehen und alle sind sehr dankbar jemanden zu haben, der sich mit Freude um sie kümmert und sorgt.
Auf die vorher gestellten Fragen lautet meine Antwort meistens: Um jemanden eine Freude zu bereiten, brauche ich vorher nicht bezahlt zu werden. Das Miteinander-Sein kommt von Herzen! Ich kann nur für jemanden da sein, wenn ich es gerne mache, und nicht wenn ich dazu verpflichtet bin. Das erkennt man auch an den Verwandten der Senioren. Viele kaufen ihnen einen Kaffee, bringen Schokolade mit, spielen während ihres Besuches am Handy und gehen dann wieder. Doch die Senioren sind viel mehr als nur Senioren! Sie denken gescheit, sind meist wiffer, als man glaubt, und sind wahnsinnig liebevoll! Man muss sich vielleicht schon mehr um sie kümmern, doch langweilig wird es mit ihnen nie!