72h ohne Kompromiss - Gruftefiz 2018

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Unser Projekt begann mit einem Besuch in der Gruft letzte Woche am Freitag den 12.10. Dort konnten wir uns vor Ort ein Bild machen für wen das Benefiz überhaupt veranstaltet werden sollte und wie sich um die Leute gekümmert wird. Wir wurden durch die Gruft geführt, dabei durften wir einen Blick in die Schlafsäle und die Aufenthaltsräume werfen. Die Atmosphäre haben wir als sehr familiär und liebevoll erfahren, alle waren sehr offen und gesprächsbereit. Einer der Künstler der Malgruppe erzählte uns zum Teil sehr düstere Kapitel aus seinem Leben und darüber, was ihm die Malgruppe bedeutet, dabei merkte man, dass ihm die Gruft und die Menschen dort besonders wichtig sind.

Nach dem kleinen Vorgeschmack ging es am Donnerstag den 18.10. um 9 Uhr endlich offiziell mit unserem 72h Projekt los. Nach der ersten Teambesprechung wussten wir, es war ziemlich viel zutun und ziemlich wenig Zeit dafür. Unser kleines Team von 7 Personen teilte sich in Kleingruppen: 3 von uns machten sich auf den Weg zum Metro, um alles fürs Buffet einzukaufen, während die anderen 4 bereits voll in den Vorbereitungen der Ausstellung steckten. Bilder wurden gerahmt, geordnet und schön arrangiert - das war nicht immer leicht, wie der ein oder andere gerissene Faden beweisen. Gemeinsam hat jeder getan soviel er konnte, trotzdem war für Freitag noch genug zu erledigen.

Es ging mehr oder weniger sofort los, wir suchten Plätze für die letzten Bilder, ärgerten uns ein bisschen mit de Beleuchtung und räumten non stop Zeug herum. Das ganze war mit Stress verbunden, da sich gleich zwei Präsidenten angekündigt hatten, der Bundespräsident Alexander Van der Bellen und der Präsident der Caritas, Michael Landau. Wir waren ziemlich nervös diese wichtigen Persönlichkeiten so kurz vor der Vernissage zu treffen, und der mit ihnen verbundene Presse-Ansturm war größer als erwartet. Für uns war es schön zu sehen, das sich diese wichtigen Personen für die Kunstwerke der Gruft-Künstler interessieren und damit zeigen, das jeder Mensch gleich wichtig ist, egal woher er kommt. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg, trotz der stressigen Phasen, die nicht immer nach Plan verlaufen sind, hat schlussendlich alles geklappt. Bilder wurden verkauft, Geschichten wurden erzählt und sogar einige der Künstler waren vor Ort und haben live gemalt. Wir haben in diesem Projekt gelernt, innerhalb einer kurzen Zeitspanne viel zu schaffen, jeder war mit Herz dabei und hat versucht das diesjährige Gruftefiz einzigartig zu machen.